Der blaue Himmel trügt.
Die Wolken gaukeln Friedensspiele vor.
Ihr Weiß hat keine Unschuld. Sie sind nur Versteck
für Jäger und Gejagte.
Die Wälder und die Seen unter mir – sie lügen alle. Durch ihre Schönheit schleicht der Tod zu Fuß, durchquert die Sümpfe,
lauert in den Birken,
heult triumphierend
in der Flugbahn der Geschosse und rastet dann
dort hinten,
rechts der Rollbahn,
auf dem Friedhof,
bei den vielen Kreuzen, zufrieden aus.
Und er hat Grund dazu.
Verfluchter Flug,
du machst den Traum des Ikarus zum Alptraum ...
Wenn er jetzt
zur Wende ansetzt, der Pilot –
was wendet,
und wohin?
Der blaue Himmel trügt.
Mein Gott,
was ist aus deiner Welt geworden ...
Reinhold Stecher