„Im Ringen um das rechte Wort“. Unter diesem Titel hat der ORF-Tirol am Welttag des Buches ins Landesstudio an den Rennweg geladen, um das literarische Vermächtnis von Reinhold Stecher zu präsentieren. Stecher war und ist ja einer der erfolgreichsten spirituellen Autoren unserer Zeit. 14 Bücher tragen seien Handschrift, alle sind Bestseller, bestätigt Tyrolia-Verlagsleiter Gottfried Kompatscher.
Wie sehr selbst ein begnadeter Autor und Redner wie Bischof Stecher um das rechte Wort gerungen hat, das haben Paul Ladurner („Nachlassverwalter“) und Klaus Egger (ehemaliger Generalvikar der Diözese Innsbruck deutlich gemacht. Stecher habe Texte und Reden mehr- fach neu formuliert, habe sie zum Korrektur lesen weitergereicht und dann wieder um- geschrieben, so die beiden Freunde und Wegbegleiter. Bischof Stecher habe sich stets um eine allgemein verständliche Sprache bemüht, die jede und jeder versteht. Deshalb habe er auch auf Bilder und Erfahrungen aus dem eigenen Leben und Erleben zurückgegriffen. Eine zeitgemäße Sprache, eine „Kultur des Wortes“ – auch dieses Anliegen von Bischof Stecher gilt es weiter zu verfolgen.
Beim Themenabend im Studio 3 hat Schauspieler Ludwig Dornauer aus den Büchern „Spätlese“, „Nachlese“ und „Mit gläubigem Herzen und wachen Geist“ vorgetragen. Mit seiner Interpretation der Stecher-Texte hat er die Zuhörer zum Schmunzeln gebracht, aber auch zum Nachdenken angeregt.
Über einhundert „Stecher-Fans“ haben auch die Gelegenheit genützt, um einen Blick in die Privatbibliothek von Bischof Stecher zu werfen. Sie haben in seinen alten Büchern ge- schmökert, das eine oder andere Exemplar haben sie auch gegen eine Spende mit nach Hause genommen.
Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit der Versteigerung eines Originalbildes. Das Aquarell „Hofgarten“ Innsbruck hat um 3.000,- Euro den Besitzer gewechselt. Insgesamt sind 3500 Euro zusammengekommen. Was damit geschieht? Peter Jungmann, Obmann des „Bischof-Stecher-Gedächtnisvereins“: „Das Geld geht an den Verein, wir leiten es dann an jene sozial-karitativen Projekte weiter, die Bischof Stecher zeitlebens unterstützt hat, an die Arche-Tirol zum Beispiel.“