Bischof Stecher Gedächtnisverein

Generalversammlung mit erfreulicher Bilanz

Über 7.000 Personen profitieren von „Stecher-Brunnen“

Bei der Generalversammlung des Bischof-Stecher-Gedächtnisvereins zieht Obmann Peter Jungmann zufrieden Bilanz, verweist auf das große Spendenaufkommen (über 400.000 Euro!) und überreicht Spendenschecks an die Arche Tirol und die Vinzenzgemeinschaft („VINZIBus"). Bischof Hermann Glettler nimmt zu kirchen- und gesellschaftspolitische Fragen Stellung: „Die Herausforderungen sind groß. Wir müssen die positiven Kräfte stärken und miteinander um zukunftsfähige Lösungen ringen."

Bischof Reinhold Stecher öffnet auch 13 Jahre nach seinem Tod noch Herzen und Geldtaschen. „Allein im Vorjahr sind wieder fast 60.000 Euro an Spenden bei uns eingegangen. Die Gesamtspendensumme von 2014 bis heute ist damit schon auf über 400.000 Euro angewachsen", berichtet Obmann Peter Jungmann. Über 50.000 Euro haben Mitglieder beigesteuert, den Rest Gönner und Sponsoren. „Das Ergebnis übertrifft alle Erwartungen und ist ein beeindruckendes Zeichen für die immer noch große Verbundenheit mit Bischof Stecher."
Mit dem Geld wurden und werden verschiedene Hilfsprojekte und Initiativen unterstützt, die Bischof Stecher Herzensanliegen gewesen sind: die Behinderteneinrichtung Arche Tirol in Steinach, die Vinzenzgemeinschaft mit der Aktion „VINZIBus" in Innsbruck, die Hospizgemeinschaft, die Kinder- und Jugendarbeit der Don Bosco-Schwestern in Baumkirchen und der Dienerinnen Christi in Niger, die dort ein Schul- und Sozialzentrum führen. Der Verein fördert natürlich auch die Arbeit der Caritas - in Tirol und darüber hinaus. So ist es über die Aktion „Wasser zum Leben" gelungen, in Westafrika 5 neue „Stecher-Brunnen" zu finanzieren, vier davon sind schon errichtet. Zur Freude von Julia Stabentheiner, der Leiterin der Auslandshilfe: „Mit den Brunnen können über 7000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Die Infektionskrankheiten gehen zurück, die Kindersterblichkeit sinkt. Die Familien können Kleintiere halten, die Felder bestellen, können Gemüse anbauen und ihre Produkte am Markt verkaufen. Das Einkommen verhilft ihnen zu einer Existenzgrundlage, den Kindern ermöglicht es den Schulbesuch und damit die Hoffnung auf eine gute Zukunft." Möglich gemacht haben das auch Frauen aus Osttirol, die Zehntausende Euro für neue Stecher-Brunnen gespendet haben.
„Es ist schon so, wie Bischof Stecher gesagt hat – die Lawine des Segens rollt bis in diese Stunde", meint Peter Jungmann und überreicht gleich zwei 3.000-Euro-Spendenschecks. An die Arche Tirol mit Obfrau Bettina Gamper und Geschäftsführerin Julia Müller und an die Vinzenzgemeinschaft St. Vinzenz („VINZIBus") um Obmann David Kerer (siehe Foto).

„Wir möchten das geistige Erbe von Bischof Stecher weitertragen und weiterdenken. Wir möchten zur Bewusstseinsbildung beitragen und eine Kultur der Herzlichkeit und des Miteinander fördern", so Jungmann. Deshalb werde der Gedächtnisverein am 12. Juni wieder zu einem „Tag der Herzlichkeit" in Tirol einladen, in der erklärten Absicht, der Gedanken- und Lieblosigkeit unserer Zeit mit Aufmerksamkeit und Herzenswärme zu begegnen und denen zu danken, die das ganze Jahr Herz zeigen, für andere da sind und sich ehrenamtlich engagieren. Die Anmeldefrist für Aktionen und Veranstaltungen läuft bis Ende des Monats. office@bischof-stecher-verein.at.

Neuer Vorstand

Bei der Generalversammlung wird Peter Jungmann von den Mitgliedern für weitere vier Jahre zum Obmann gewählt. Meinhard Egger, Klaus Feichtner, Gottfried Kompatscher, Bernhard Triendl und Georg Schärmer werden ebenfalls bestätigt. Neu im Vorstand ist Schauspielerin Angelica Ladurner, sie folgt ihrem Vater und Nachlassverwalter Paul. Hermann Hell, langjähriger Obmann des Innsbrucker Verschönerungsvereins, scheidet aus dem Vorstand aus.

Der Gedächtnisverein zählt knapp 600 Mitglieder, darunter Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann, Alt-Landeshauptmann Günther Platter und Bischof Hermann Glettler. Der nimmt im Festsaal im Haus der Begegnung zu kirchen- und gesellschaftspolitischen Fragen Stellung und betont, wie klar und richtungsweisend Bischof Stecher in seinem Denken und Handeln gewesen sei. Sein Wort „Wir müssen immer wieder ernst machen mit der Verantwortung für die Schöpfung und Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Frieden und den Beitrag zu einer menschlicheren Welt" bringe die Weltlage auf den Punkt und habe nichts von seiner Dringlichkeit verloren, so Glettler. Auch der Einschätzung: „Wenn die Kirche sich wirklich nur kümmert, um Christus in den Herzen der Menschen und um das Helfen allen, die in Not sind, dann braucht sie um ihre Existenz keine Angst zu haben" könne er nur vollinhaltlich zustimmen. Es gelte „Herzfeuer des Glaubens und der Nächstenliebe zu entzünden", solidarisch zu denken und zu handeln.

 

Bildergalerie

Scheckübergabe an VINZIBus-Obmann David Kerber und an ARCHE-Obfrau Bettina Gamper (ganz links bzw. Vierte von links)

Bischof im Gespräch mit Vereinsobmann Peter Jungmann

Neuer „Stecher-Brunnen" in Nouna, Burkina Faso, Westafrika

Neuer Vorstand (von li): Bernhard Triendl, Gottfried Kompatscher, Angelica Ladurner, Peter Jungmann, Klaus Feichtner, Meinhard Egger, (Georg Schärmer nicht im Bild)

Für den Gedächtnisverein – Peter Jungmann, Obmann

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