Bischof Stecher Gedächtnisverein

Neuauflage des STECHER-Advent

Besinnlich, berührend, anregend

Während vor der Spitalskirche am 8. Dezember bei den Glühweinständen reges Treiben herrscht, ist es im Kircheninneren ruhig und besinnlich, und das, obwohl die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Schauspielerin Angelica Ladurner liest aus einer Silvesterpredigt, die Bischof Reinhold Stecher 1993 gehalten hat, deren Inhalt aber immer noch erstaunlich aktuell ist. Darin vergleicht Stecher das Leben mit einem Kartenspiel und fragt sich, welche Karten ausgespielt werden und was denn Trumpf sein soll. „Eichel" steht für das Negative und Schwere, „Schell" für Geld und Besitz, „Laub" für die gesamte Schöpfung. Unschwer zu erraten, dass „Herz" die Karte sein muss, die alle anderen sticht. „Wer das Herz am rechten Fleck hat, wird mit den Eicheln gut zurechtkommen, wer ein Herz für andere hat, wird die Schellen gut verwalten können, wer ein Herz für die Schöpfung hat, wird für sie eintreten. Unsere Welt und Zeit ruft nach Herz."

Die Silvesterpredigt zum Nachlesen

Impulse für ein beherztes Leben
Impulse zum Nach- und Weiterdenken kommen von drei Persönlichkeiten, die so etwas wie „Herzschrittmacher" waren und sind, weil sie sich mit viel Herz für andere Menschen einsetzen. Sr. Johanna Götsch kümmert sich im Bildungszentrum der Don-Bosco-Schwestern in Baumkirchen um bedürftige Kinder und Familien. Birgitt Drewes, Journalistin und Schriftleiterin des Reimmichl-Kalenders, unterstützt Mädchen in einem Dorf der Massai in Kenia, sie sorgt dafür, dass sie die Schule besuchen und eine Ausbildung machen können. Und der langjährige Caritas-Direktor Georg Schärmer engagiert sich nach wie vor bei verschiedenen Vereinen und ist unheimlich kreativ, wenn es darum geht, anderen zu helfen. Das Glungezer Harfenduo Andrea und Sabine bringen die leisen Seiten der Weihnacht zum Klingen, unterstreichen mit ihren adventlichen Weisen die besondere Stimmung beim Stecher-Advent, der nach zwei Jahren Pause (wegen der Coronapandemie) endlich wieder wie gewohnt in der Spitalskirche stattfinden kann.

Trumpfkarte „Herz" ausspielen
Erfreulich, die Besucherinnen und Besucher lassen sich von Musik und Gedanken inspirieren, Herz zu zeigen, und spenden über 1.200 Euro für den guten Zweck. Mit dem Geld werden Lebensmittelgutscheine für in Not geratene Familien angeschafft. Das passt zu Stechers zeitlos gültiger Aufforderung, sich nicht „von der Propaganda des Negativen und dem Geschäft mit der Angst überwältigen zu lassen", sondern lieber immer wieder die Trumpfkarte „Herz" auszuspielen und weiter an das Gute und eine gute Zukunft zu glauben, „weil hinter dem Kartenspiel des Lebens" das Herz des Herrn auftaucht, der die Mitte der Welt ist und nichts und niemanden fallen lässt.

Danke an das Team der Citypastoral der Diözese Innsbruck um Msgr. Jakob Bürgler und Pastoralassistentin Carina Mathoy für die Gastfreundschaft in der Spitalskirche, der Kirche im Herzen der Stadt.

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