Bischof Stecher Gedächtnisverein

Tag der Herzlichkeit 2020

Herz haben. Herz zeigen!

Tirol sagt Danke!

Die Virologen und Gesundheitsexperten sind sich einig. Wir dürften die Coronakrise vorerst einmal
überstanden haben, auch wenn wir die Folgen noch länger spüren werden. Wirtschaft und Tourismus
müssen nach dem Shutdown der letzten Wochen und Monate ja erst wieder Fahrt aufnehmen.
Die von Bund und Land erlassenen Schutzbestimmungen haben aber entscheidend dazu
beigetragen, die Ausbreitung des Virus rasch einzudämmen, die Zahl der Infizierten und damit die
Zahl der Todesfälle deutlich zu senken. Auch deshalb, weil sich die Bevölkerung relativ strikt an
die Vorgaben gehalten und sich solidarisch gezeigt hat mit der sogenannten „Risikogruppe" der
alten und durch Erkrankungen vorbelasteten Menschen.
Covid-19 hat unser Leben verändert. Es hat uns zum einen dazu gezwungen, soziale Kontakte so
weit wie möglich zu vermeiden, zum anderen sind die Menschen im Land durch die Krise wieder
näher zusammengerückt, wie Bischof und Vereinsmitglied Hermann Glettler bestätigt: „Die
Nachbarschaftshilfe hat eine echte Renaissance erlebt". Trotz der Aufforderung Abstand zu
halten ist es gelungen, miteinander in Verbindung zu bleiben. Noch nie ist so viel telefoniert und
geskypt worden wie in diesen Tagen. Die Kirchen haben ihre Gottesdienste ins Netz gestellt,
haben online versucht, Menschen in der Krise zu begleiten. Landeshauptmann Günther Platter:
„Oft bedarf es nur wenig, sei es eine liebevolle Geste oder ein freundliches Wort, um mehr Wärme
in die Gemeinschaft zu bringen und das soziale Miteinander zu stärken."

 

 

Echo der Dankbarkeit am 19. Juni

Wir haben die Krise auch deshalb gut gemeistert, weil viele Tirolerinnen und Tiroler mehr getan
haben als nur ihre Pflicht, die sich freiwillig engagiert und zu einem guten Miteinander beigetragen
haben. Ihnen gebührt unser Applaus und ein herzliches Danke! Danke allen, die unsere
Grundversorgung sichergestellt und die Infrastruktur aufrecht erhalten haben. Danke den Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern im Lebensmittelhandel und im Zustelldienst, im Gesundheits- und
Sozialwesen, in den Pflege- und Betreuungseinrichtungen, den Beratungsstellen und in den
Hilfsorganisationen. Danke den Reinigungs- und Sicherheitskräften, den Heldinnen und Helden
des Alltags. Nützen wir den 19. Juni, den Tag der Herzlichkeit, für ein „Echo der Dankbarkeit". Wir
leben in einem schönen und sicheren Land, das ist nicht selbstverständlich.

 

Herzlich in Tirol

Wegen der Coronakrise und der damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen können heuer nur
wenige Veranstaltungen stattfinden, der 19. Juni wird aber nicht herzlos bleiben. Jeder von uns
hat die Möglichkeit, in seinem privaten Umfeld „Danke" zu sagen, außerdem wird es folgende
Veranstaltungen geben:
Das Rote Kreuz ruft zum Blutspenden auf, ihre Blutkonserve kann Leben retten – im Innsbrucker
Rathaus von 10.00 bis 16.00 Uhr. Der Vinzibus (Essen auf Rädern für bedürftige Menschen) fährt
in der Maria-Theresien-Straße vor (14.00 bis 17.00 Uhr), die freiwilligen Helferinnen und Helfer
verteilen Süßigkeiten, vor der Spitalskirche bekommen Passanten Karten mit Herzworten mit auf
den Weg. In Alten- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern und Kliniken werden Postkarten ausgegeben,
Patientinnen und Patienten können vom Krankenbett aus liebe Grüße schicken. Auch
der ORF Tirol beteiligt sich an der Initiative Offene Herzen und ruft dazu auf, Herzlichkeiten
auszutauschen und denen Danke zu sagen, die das ganze Jahr über Herz zeigen und für andere
da sind. Beispiele von erfolgreichen sozialen Initiativen runden das Programm mit Herz ab. Das
Land Tirol erneuert das vor über 200 Jahren in akuter Kriegsgefahr gegebene Versprechen, das
Herz-Jesu-Fest feierlich zu begehen und Jesus und seiner Botschaft treu zu bleiben. Bergfeuer
erinnern daran, dass wir für das Gute und ein gutes Miteinander brennen sollen. Wie hat schon
Bischof Reinhold Stecher gesagt: „Etwas mehr Herzlichkeit ist die schönste Form der Herz-Jesu-
Verehrung".

Schön wäre, wenn uns die Haltung der Dankbarkeit über die Pandamie hinaus erhalten bleiben
würde. Anerkennung, Wertschätzung und Lob wirken entzündungshemmend und fördern das
allgemeine Wohlbefinden. Der Slogan „Schau auf dich, schau auf mich" gilt wohl auch für die Zeit
nach der Krise, meint Soziallandesrätin Gabriele Fischer: „Menschen in der Krise zu helfen muss
weiterhin ‚in' bleiben. Solidarität ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft."

 

Zum Programm - Tag der Herzlichkeit 2020!

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