Bischof Stecher Gedächtnisverein

Stecher-Advent 2016

Was unsere Heimat hell macht

Auch die dritte Auflage des „Stecher-Advent“ am 8. Dezember 2016 führt wieder an die 200 Besucher in die Spitalskirche in Innsbruck. Sie hören Gedanken von Angelica Ladurner, Irene Prugger und Dekan Ernst Jäger und Musik vom Ensemble „Streihhölzer“ der Musikschule Innsbruck.

 

Während sich in der Maria-Theresienstraße und in der Altstadt vor dem Goldenen Dachl Tausende Besucher drängen und Gäste aus Italien den Christkindlmarkt regelrecht stürmen, herrscht beim Stecher-Advent in der Spitalskirche eine ruhige, angenehme Atmosphäre. Es ist die Erinnerung an den 2013 verstorbenen Bischof Reinhold Stecher, die die Menschen zusammenführt, aber auch die Sehnsucht nach den leisen Seiten der Weihnacht und der Wunsch nach einem friedlichen, guten Miteinander.

 

Tirol bei Nacht

Als Impulstext für den besinnlichen Abend dient ein Zeitungsartikel, den Reinhold Stecher zu Weihnachten 1981 in der Tiroler Tageszeitung veröffentlicht hat, und den Schauspielerin Angelica Ladurner den Besuchern zu Gehör bringt. Titel: „Tirol bei Nacht“. Stecher unternimmt darin einen nächtlichen Streifzug  durch einen kalten Winterabend. Er benennt das Dunkel und die Kälte der Zeit, übersieht aber auch das Positive nicht, das „beginnende Erwachen der Liebe in den Herzen, das Aufbrechen des Guten, des Helfens und der Glaubenskraft in unserem Land“.

Auch in den Wortmeldungen von Autorin Irene Prugger, Dekan Ernst Jäger und Angelica Ladurner wird deutlich, dass in Tirol 2016 längst nicht alles Gold ist, was glänzt. Die Lichterketten und be-leuchteten Christbäume können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Vereinsamung, Versagen und Schuld gibt, dass es  Armut, Leid und Not gibt und die Angst vor dem Fremden und den Fremden. Es lassen sich aber auch heute viele Lichter der Hoffnung ausmachen. Die Spendenbereitschaft ist größer denn je. Hilfsbereitschaft und Solidarität sind ungebrochen, gerade auch mit Flüchtlingen und Asylwerbern.  Es sind Zehntausende, die sich in Tirol ehrenamtlich engagieren, die Nachbarschafts-hilfe leisten, sich um ein gutes Miteinander bemühen und so Licht ins Dunkel unserer Tage bringen. Die mediale Berichterstattung lenkt die Aufmerksamkeit leider meist nur auf Krisen, Kriege und Katastrophen und verfälscht damit den Blick auf die Wirklichkeit. Wie sagt doch Bischof Stecher: „Wer will in unserem Land die Lichter zählen, die unsere Heimat hell machen?“

 

Symbol Herz

Diesen Gedanken unterstreicht auch Peter Jungmann, Obmann des Bischof-Stecher-Gedächtnis-vereins. Er bittet die Besucher keine Weltuntergangsstimmung aufkommen zu lassen und sich trotz der vielen negativen Schlagzeilen den Glauben an das Gute zu bewahren. „In der Museumstraße hängen heuer rote Herzen. Nehmen wir sie als Symbol für das Gute in der Welt. Sie leuchten für Herzlichkeit und Menschlichkeit in unserer Zeit und erinnern daran, dass alle Straßen der Herzlichkeit immer auch Trassen sind, die nach Betlehem führen, dorthin, wo die Liebe Gottes Hand und Fuß bekommen hat.“

 

Spenden für das Bischof-Stecher-Haus

Für adventliche Stimmung sorgt das Trio „Streichhölzer“, ein Ensemble der Musikschule Innsbruck. Am Ende gibt es nicht nur viel Applaus, sondern auch ein stattliches „Körberlgeld“. Der Erlös des Abends, etwas mehr als 800,- Euro,  kommen dem Bau des Bischof-Stecher-Archehauses in Steinach am Brenner zugute, das behinderten Menschen ein neues Zuhause bietet. Das Haus ist nach ein-jähriger Bauzeit fertiggestellt und soll noch vor Weihnachten bezogen werden.

 

Danke allen, die zum Gelingen dieser besonderen Adventveranstaltung am 8. Dezember beigetragen haben!

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