Bischof Stecher Gedächtnisverein

Novemberpogrom 1938

Gedenkveranstaltung des Landes Tirol.

Gedenken an dunkle Stunden Tirols

Zum Erinnern und Gedenken an den Novemberpogrom 1938 hat am 10. November eine Gedenkveranstaltung im Tiroler Landhaus stattgefunden.

Vor 80 Jahren zogen in Innsbruck NS-Schlägertruppen aus, um die jüdische Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen – vier Männer überlebten die massive Gewalt nicht.

Als Mahnung an die Ereignisse vor 80 Jahren lud Landeshauptmann Günther Platter zur Gedenkveranstaltung ins Landhaus. Neben Günther Lieder, dem Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg, kamen auch Historiker der Universität Innsbruck zu Wort. Sie setzten sich im Zuge eines Forschungsprojekts intensiv mit den Tätern und Opfern des Novemberpogroms auseinandern.

„Die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Ereignisse ist essentiell, um besser verstehen zu können, wie es zu einer derartigen Gewalteskalation kommen konnte. Denn nur so können wir dafür Sorge tragen, dass eine solche Unmenschlichkeit nicht mehr passiert", betonte Platter in seiner Rede.

Der 14teilige Bilderzyklus "Der blaue Himmel trügt" von Bischof Reinhold Stecher wurde ebenfalls im Rahmen der Veranstaltung gezeigt.

Beim Pogromdenkmal am Landhausplatz hielten die Teilnehmer ein gemeinsames Gebet und eine Gedenkminute ab. Die sieben Meter hohe Menora wurde 1997 errichtet und nennt die im Zuge des Gewaltexzesses vor 80 Jahren ermordeten Innsbrucker Juden: Josef Adler, Wilhelm Bauer, Richard Berger und Richard Graubart.

Zu den Bildern der Gedenkveranstaltung

 

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